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Kooperativen

Schwarztee aus Ruanda

Tee aus Ruanda? Was bis vor 40 Jahren noch völlig untypisch war, ist heute eines der wichtigsten Exportgüter des afrikanischen Landes. Unter der Sonne nördlich der Hauptstadt Kigali reifen feine, würzige Teeblätter. Fair gehandelt wird jedoch nur ein Bruchteil von ihnen. Fairtrade-Pioniere sind die Kooperative Assopthe und die Plantage Sorwathe. Kleinbauern produzieren hier den köstlichen Tee, der sich in ChariTea african earl grey und ceylon breakfast wiederfindet – inklusive einer großen Portion afrikanischer Sonne.

Die Luft ist dünn und das Klima harsch, in der Bergregion nördlich der ruandischen Hauptstadt Kigali. Während es tagsüber sonnig und heiß ist, fallen die Temperaturen nachts in Richtung Gefrierpunkt. Scheinbar widrige Bedingungen, die sich in den Siebzigerjahren lokale Bauern zu Nutze gemacht haben. Sie begannen mit dem Anbau eines für die Region bis dato unüblichen Produkts: Tee. Inzwischen sind die Blätter eines der wichtigsten Exportgüter des kleinen Landes im Inneren Afrikas. Das besonders fein-würzige Aroma des Schwarztees inspirierte uns zur Neuauflage eines Klassikers: Verfeinert mit erfrischender Bergamotte haben wir ihn ChariTea african earl grey getauft. Im Zusammenspiel mit Schwarzteesorten aus Indien und Sri Lanka ist der Wachmacher ChariTea ceylon breakfast entstanden. Auf knapp 2000 Höhenmetern befindet sich die Teefabrik Sorwathe, die unsere Teeblätter nach traditionellen Methoden anbaut und per Hand erntet und verarbeitet. Sie besitzen nicht nur ein besonders feines Aroma, sondern werden zudem fair gehandelt. Für die Region eine Besonderheit, Sorwathe ist Fairtrade-Pionier in Ruanda. Als erste und bisher einzige Fairtrade-Teefabrik des Landes produziert sie grüne und schwarze Spitzentees, die nicht nur uns gut schmecken. Ein Großteil stammt aus eigenem Anbau, ein weiterer Teil von der Kooperative Assopthe. Letztere ist ein Zusammenschluss von rund 4000 Tee-Kleinbauern, die noch heute unter den Folgen des Bürgerkriegs in dem Land zu kämpfen haben. Um am Erfolg von Sorwathe teilhaben zu können, besitzt die Kooperative seit 2009 knapp 15 Prozent der Firmenanteile.

Engagement vor Ort

Mithilfe der Fairtrade-Gelder werden Bildungsangebote für die Teebauern und ihre Familien unterstützt, die Infrastruktur verbessert und eine nachhaltige Rohstoffnutzung gefördert. Hierzu zählt beispielsweise das Rocket Stove Project: Die Familien erhalten modernisierte Kochöfen, mit denen sie brennholzarm und rauchfrei kochen können – das schont Gesundheit und Finanzen. Eine Gruppe von Frauen erzielt zusätzliche Einkommen durch die Fertigung traditioneller handgeflochtener Körbchen zur Verpackung der Tees. Im Bereich Bildung unterstützt Sorwathe die Nationalbibliothek in Kigali und finanziert Erwachsenenbildungsprogramme, wie Englischkurse oder landwirtschaftliche Workshops. Dank Fairtrade-Prämien gibt es zudem Kindergärten für die Kleinen – und Mikrokredite für die Schulkosten der Großen.

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